
Der offizielle Support für Windows 10 ist bereits am 14. Oktober 2025 ausgelaufen. Wer noch mit Windows 10 arbeitet, muss deshalb nicht in Panik verfallen – aber ein paar Dinge sollten Sie kennen, bevor Sie entscheiden, wie es weitergeht.
Was „Support-Ende“ konkret bedeutet
Ohne Gegenmaßnahme bekommt Windows 10 keine Sicherheitsupdates mehr. Bekannte Sicherheitslücken bleiben offen, neue werden nicht mehr geschlossen. Das System läuft zwar technisch weiter, wird aber mit der Zeit zunehmend anfällig für Schadsoftware und Angriffe.
Die gute Nachricht: Es gibt eine Übergangslösung
Über das ESU-Programm („Extended Security Updates“) gibt es weiterhin Sicherheitsupdates – befristet:
- Privatanwender in der EU/EWR (also auch in Deutschland) erhalten die Sicherheitsupdates kostenlos, wenn sie sich mit einem Microsoft-Konto anmelden. Diese Regelung wurde inzwischen bis zum 13. Oktober 2027 verlängert.
- Unternehmen können ESU-Lizenzen kostenpflichtig buchen, mit Verlängerungsoptionen über mehrere Jahre.
- Voraussetzung ist in jedem Fall die aktuelle Windows-10-Version 22H2.
Wichtig: ESU liefert ausschließlich Sicherheitsupdates, keine neuen Funktionen. Für ein vollwertig unterstütztes System bleibt der Umstieg auf Windows 11 die nachhaltigere Lösung.
Was Sie jetzt konkret tun sollten
- Prüfen, ob Ihr PC Windows 11 kompatibel ist – über die PC Health App oder Einstellungen → Update und Sicherheit
- Falls kompatibel: Umstieg auf Windows 11 planen, idealerweise nicht erst kurz vor Ablauf der ESU-Frist
- Falls nicht kompatibel: ESU-Registrierung vornehmen, um die Übergangszeit sicher zu überbrücken, und parallel über Ersatz der Hardware nachdenken
- Backups nicht vergessen – unabhängig vom Umstiegszeitpunkt sollten wichtige Daten ohnehin regelmäßig gesichert sein
Vorsicht vor Trittbrettfahrern
Bei früheren Support-Ende-Wellen (z. B. Windows 7) gab es vermehrt Betrugsversuche – etwa angebliche Microsoft-Mitarbeiter, die anrufen und „Hilfe beim Umstieg“ anbieten. Microsoft ruft grundsätzlich niemanden unaufgefordert an. Bei solchen Anrufen: einfach auflegen.
Für Unternehmen besonders relevant
Wer im geschäftlichen Umfeld noch Windows-10-Rechner im Einsatz hat, sollte das Thema nicht auf die lange Bank schieben – gerade wenn mehrere Arbeitsplätze betroffen sind, lohnt sich eine geplante, gestaffelte Umstellung statt eines überstürzten Wechsels aller Geräte auf einmal. Ich unterstütze Sie gerne dabei, den für Sie sinnvollsten Weg zu finden – ob Umstieg auf Windows 11, Überbrückung per ESU oder gezielter Hardware-Ersatz.