Backup-Konzept für kleine Unternehmen: Das Wichtigste in Kürze
Ein Backup ist erst dann eines, wenn man es im Ernstfall auch wiederherstellen kann. Genau daran scheitert es in der Praxis erstaunlich oft. Hier die wichtigsten Grundregeln.
Die 3-2-1-Regel
- 3 Kopien Ihrer Daten – das Original plus zwei Sicherungen
- 2 verschiedene Speicherorte/Medien – z. B. lokal und zusätzlich extern/in der Cloud
- 1 Kopie außer Haus – schützt auch bei Feuer, Diebstahl oder Wasserschaden am Standort
Der häufigste Fehler: Backup ungetestet lassen
Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung, kein Backup. Ich empfehle, mindestens einmal im Quartal eine echte Wiederherstellung zu testen – lieber in Ruhe geprobt, als im Ernstfall zu merken, dass etwas fehlt oder beschädigt ist.
Was oft übersehen wird
- Microsoft 365 wird nicht automatisch von Microsoft gesichert im Sinne eines klassischen Backups – gelöschte oder verschlüsselte Daten sind ohne eigenes Backup-Konzept oft unwiderruflich weg
- Ransomware-Schutz – Backups sollten so gespeichert sein, dass Verschlüsselungstrojaner sie nicht ebenfalls verschlüsseln können (unveränderliche/offline Kopien)
- Wiederherstellungszeit – nicht nur ob, sondern auch wie schnell Daten zurückgespielt werden können, ist im Ernstfall entscheidend
Wie ich das für Kunden umsetze
Je nach Ausgangslage baue ich Backup-Konzepte mit Lösungen wie Veeam für Server-Umgebungen oder passenden Microsoft-365-Backup-Diensten auf – immer mit dem Ziel, dass im Ernstfall tatsächlich und schnell wiederhergestellt werden kann, nicht nur theoretisch gesichert wurde.
Kurz zusammengefasst
Ein gutes Backup-Konzept kostet etwas Planung im Voraus – aber deutlich weniger als der Datenverlust, den es verhindert.